Schülerinnen und Schüler üben sich in Forschung

In der letzten Schulwoche fand in St. Jakob und St. Veit im Defereggental eine besondere Premiere statt: Vertreterinnen und Vertreter der Universität Innsbruck und auch Moritz Fischer, Doktorand am Campus Technik Lienz, verwandelten das Schulgebäude für zwei Tage in eine Universität.

Den Anfang machte am Dienstag die Neue Mittelschule St. Jakob, wo die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Workshops die verschiedensten Wissenschaftsbereiche der Universität kennenlernen und selbst in die Rolle einer Forscherin oder eines Forschers schlüpfen konnten. O-Ton einer Schülerin: „Dös isch wöll a lässige G’schicht!“

Weiter ging es am nächsten Tag mit den Schülerinnen und Schülern der Volksschulen St. Jakob und St. Veit, wo sich einmal mehr zeigte, dass man mit dem Forschen nicht früh genug anfangen kann. Ob Elektronik, Sprache und Literatur, selbstgebaute Pet-Flaschen-Raketen oder Studieren – für jede Jungforscherin und jeden Jungforscher war etwas dabei.

Moritz Fischer vom Campus Technik Lienz und Eva Partoll zeigten vor, wie Multimeter bedient werden. Dabei wurde von den Schülerinnen und Schülern unter anderem die Batteriespannung und verschiedene Widerstände vermessen. Danach konnten sie auf Steckbrettern einfache Schaltungen aufbauen und testen.  Es wurde mit Leuchtdioden, Schaltern und Transistoren experimentiert.

Florian Westreicher von der Jungen Uni Innsbruck leitet das Programm und erklärt, warum er immer wieder gerne mit seinem Team nach Osttirol kommt: „Wir machen schon seit Jahren immer wieder Workshops an verschiedenen Schulen in Osttirol. Der Uni Innsbruck ist es ein großes Anliegen, in der Region möglichst präsent zu sein, denn die kleinen Vifzacks von heute sind die Studierenden von morgen. Deshalb wurde auch vor zwei Jahren der Campus Technik Lienz eröffnet, wo mit dem Bachelorstudiengang Mechatronik eine fundierte und zukunftszweisende akademische Ausbildung vor Ort angeboten wird.“

Die Schülerinnen und Schüler aus St. Jakob und St. Veit hatten sichtlich Spaß und vielleicht war es für die eine oder den anderen die Initialzündung auf dem Weg ins Studium.