Erste VWA aus wissenschaftlichem Schülerpraktikum

Jede Schülerin und jeder Schüler an einer österreichischen Schule muss zur Erreichung der Matura eine vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ausarbeiten und präsentieren. Heuer hat Tamara Kügler, eine Schülerin vom BG/BRG Lienz, der wir zu den aktuellen Maturaprüfungen die Daumen drücken, so eine Arbeit verfasst und erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeit entstand im Rahmen des Schülerpraktikums "Humanoider Roboter Poppy" unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Fadi Dohnal und wurde am Gymnasium seitens OStR Mag. Hansjörg Schönfelder betreut.

Seit 2017 gibt es jeden Sommer für OberstufenschülerInnen jeder Schulart (AHS, BHS) die Möglichkeit ein vierwöchiges Praktikum am Campus Technik Lienz zu absolvieren. „Es ist eine große Freude, dass wir jedes Jahr neugierigen Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten im Technikbereich näherbringen können“, sagt Univ.-Prof. Dr. Fadi Dohnal. Er leitet die jungendlichen ForscherInnen an und akquiriert jedes Jahr Förderungen für die Praktika von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) dafür. „Diese Praktika haben wenig mit Studierendengewinnung zu tun, sondern dienen der Förderung von Kreativität und Selbstbewußtsein bei der gemeinsamen Lösung technisch anspruchsvoller Probleme. Dabei kommt es weniger auf das technische Vorwissen an, sondern mehr auf die Fähigkeit, neue Dinge zu lernen und in der Gruppe die individuellen Stärken herauszuarbeiten. Ich achte besonders auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Jugendlichen. Jede Expertise ist wichtig, ob künstlerisch, emphatisch, technisch oder motivierend. So wie auch im zukünftigen Berufsleben der Jugendlichen.“ Auch heuer findet wieder ein Praktikum statt mit Schülerinnen und Schülern aus dem BG/BRG, BORG, PHTL Lienz und HAK.

„Es freut mich insbesondere, dass eine Jungforscherin ihre ersten Erfahrungen in Forschung und Entwicklung während des Praktikums im Rahmen einer vorwissenschaftlichen Arbeit ausgearbeitet und auch erfolgreich abgeschlossen hat. Herzliche Gratulation.“

 

Der Open-Source-Roboter Poppy wird vom Land Tirol und der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Projekts LaZu-CLLD_IWB_TIROL_OSTT_005 unterstützt.